16. Alpensymposium 2018


Internationales AlpensymposiumNews

2018 Interlaken, Schweiz 16. & 17. Januar 2018

13.01.2016

MEDIENMITTEILUNG


14. Alpensymposium mit Varoufakis, Obama und Calmy-Rey
Europa und die Schweiz sind auch 2016 gefordert
  • Alpensymposium 2016 - Bildquelle: Foto Schenk, Unterseen

Ein kritischer Blick der afrikanischen Kinderaktivistin Auma Obama auf die herkömm-liche Entwicklungshilfe und Tadel am Euro und an der Europäischen Union des grie-chischen Ex-Finanzministers Yanis Varoufakis prägten das 14. Alpensymposium, das am Mittwoch in Interlaken beendet wurde. Der zweitägige Wissensevent wartete mit einer breiten politischen Meinungsvielfalt und vielen nützlichen Inputs für Entrepre-neurs, CEO’s und innovative Unternehmerinnen und Unternehmern auf.

Es gibt keine demokratischen Defizite in der Eurozone sondern es herrscht eine tiefe Miss-achtung des demokratischen Prozesses, erklärte der griechische Ex-Finanzminister Yanis Varoufakis. In einem historischen Rückblick zur Entstehung der Eurozone versuchte Varoufakis aufzuzeigen, dass das entwickelte System einer Krisensituation nicht gewachsen ist. Er forderte eine gesamteuropäische politische Bestrebung, gemeinsame Antworten auf gemeinsame Herausforderungen zu finden. Der Traum des Wohlstandes könne nur mit mehr Transparenz und Demokratie erreicht werden. Auch die ehemalige Schweizer Aussenminis-terin Micheline Calmy-Rey sieht die Welt immer stärker konfrontiert mit internationalen Her-ausforderungen, Risiken und Problemen. Europa habe auf diese Bedingungen mit Integrati-on reagiert, die Schweiz dagegen sei bereits eine transnationale Demokratie, die trotz ver-schiedenen Kulturen solche Herausforderungen meistern könne, erklärte Calmy-Rey in ei-nem Vergleich von der EU und Schweiz.

Kritik an der Entwicklungshilfe
Um das geistige Kapital als kollektives Wissen ökonomisch nutzen zu können, müsse man wissen, dass man es hat. Die afrikanische Kinderaktivistin Dr. Auma Obama kritisierte damit am Dienstag am Alpensymposium in Interlaken die herkömmliche Entwicklungshilfe, welche primär die Opfermentalität fördere. "Entwicklungshilfe" solle sich nicht aus der Gewissensfra-ge erklären, mahnte die Schwester des amerikanischen Präsidenten, die mit ihrer Organisa-tion Sauti Kuu bei Kindern in Kenia soziale, kommunikative und fachliche Kompetenzen auf-bauen will, um Eigenverantwortung und das Bewusstsein für das eigene Potential zu entwi-ckeln. Obama will damit die Ressourcen vor Ort besser nutzen, um weniger vom Know-how der westlichen Entwicklungshilfe abhängig zu sein. Weiter begeisterten die beiden deutschen Kontrahenten Wolfgang Bosbach (CDU) und der ehemalige Oppositionsführer Gregor Gysi mit rhetorischem Klartext.

Unter dem Motto "Opportunities" luden Alpensymposium-Organisator Oliver Stoldt und die Konferenzleiterin Janin Heukamp zur 14. Ausgabe der Tagung für Führungspersönlichkeiten ins Berner Oberland. Der deutsche Mr. Creativity und Rückwärtssprecher Bernhard Wolff warb für intelligentes Entertainment, Manuel P. Nappo (Digitale Transformation) und der Markenspezialist Dietmar Dahmen (Der digitale Wolf) entführten das Publikum in die digitale Welt. Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer appellierte an die Politik, die bilateralen Ver-träge mit der EU aufrecht zu erhalten und mit Freihandelsabkommen den Zugang für die Schweizer Wirtschaft zu gewährleisten. Für essentiell hielt Karrer ausserdem die Unterneh-menssteuerreform III und einen Regulierungsstopp, um die Innovations- und Wettbewerbs-fähigkeit der Schweizer Wirtschaft auch künftig zu gewährleisten.

Am Mittwoch weckte der "Weisse Shaolin" Marc Gassert mit einer eindrücklichen Show die Willenskraft. Von den persönlichen und beruflichen Erfahrungen des Flugpioniers Bertrand Piccard, des FC-Basel-Präsidenten Bernhard Heusler und des innovativen Schweizer Ski-Produzenten Benedikt Germanier profitierte das wissensbegierige Publikum. Der Glice-Gründer Viktor Meier, der Holzspielwarenfabrikant Marc A. Trauffer, der Schwob-CEO Ste-phan Hirt und Volker Schmidt (CSS Versicherung) informierten im Unternehmertalk über ihre Strategien. Die Referenten wurden vom SRF-Moderator Stephan Klapproth wie immer ge-konnt und mit viel Humor in Szene gesetzt.

Das Alpensymposium im Grandhotel & Spa Victoria-Jungfrau in Interlaken hat sich mit Ent-repreneurs, CEO’s, innovativen Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Vertretern von KMU’s zu einem führenden Anlass für Wissenstransfer im deutschsprachigen Europa entwi-ckelt. Hochkarätige Referenten geben Einblick in neue Denkrichtungen, aktuelle Themen und sie präsentieren Tipps und Ideen zu den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturel-len Herausforderungen der Zukunft.

Interlaken, 13. Januar 2016

Für weitere Informationen:
Andreas Schneider, Medienstelle Alpensymposium
c/o F+W Communications Public Relations
Hinterer Schermen 29, 3063 Ittigen/Bern
Telefon: +41 31 924 75 75, Mobil: +41 76 410 09 67
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